Chanukka 2017 (13.12.2017 - 20.12.2017)

Das jüdische Chanukka, Hanukkah oder auch Lichterfest wird vom 13. Dezember bis zum 20. Dezember 2017 gefeiert. Es findet immer am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew statt. Eingeführt wurde das Fest von Juda Makkabi und seinen Brüdern im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.). Gefeiert wird in dieser Zeit die Wiedereinweihnung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem nach dem Sieg über die syrische Dynastie der Seleukiden. Gedacht wird auch der Zeit, in der Israel unter der griechischen Herrschaft leiden musste.

Die Feierlichkeiten finden abends im Rahmen der Familie statt. Dabei wird aus der Tora vorgelesen und an die Vergangenheit gedacht. An die Kinder werden an jedem der acht Feiertage kleine Geschenke verteilt. Zum Festmahl gibt es vorzugsweise Ölspeisen, wie zum Beispiel Krapfen und Latkes. Diese sollen an das Wunder des brennenden Öls im Tempel erinnern. Nach Einbruch der Dunkelheit wird täglich eine Kerze der Chanukkia, einem acht- oder neunarmigen Kerzenleuchter, angezündet.

Als Israel von den Griechen besetzt wurde, haben sie den Tempel und die darin vorhandenen geweihten Öle verunreinigt. Nach dem Sieg der Makkabäer war nur noch ein Krug dieses Öls vorhanden. Dieses hätte nur gereicht, um die Menora, einen siebenarmigen Leuchter, einen Tag lang brennen zu lassen. Das Feuer durfte jedoch niemals erlöschen und die Herstellung eines neuen geweihten Öls hätte acht Tage gedauert. Trotzdem brannte die Menora die vollen acht Tage und an dieses Wunder erinnern die Chanukkia und das Chanukkafest.

Zur Entstehung des Namens gibt es unterschiedliche Theorien. Eine besagt, dass der Name in Verbindung mit der Einweihung eines neuen Altars in dem Tempel steht. Da der Altar unter anderem durch das Anbeten heidnischer Götter der Seleukiden verunreinigt wurde, musste er erneuert werden. Dadurch entstand der Name Chanukka, was auf Hebräisch Einweihung bedeutet. Eine weitere Erklärung ist die Ableitung vom Begriff „Chen“, der für Wohlgefallen steht. Chanukka kann also bedeuten, dass die Krieger am 25. Kislew Wohlgefallen in Gottes Augen fanden.

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Simchat Tora 2017 (13.10.2017)

Simchat Tora wird am 23. Tag des Monats Tischri gefeiert, der im Jahr 2017 auf den 13. Oktober fällt. Das ist der zweite Tag des Schemini Azeret, dem Feiertag unmittelbar nach dem jüdischen Sukkot. Wo Schemini Azeret nur einen Tag lang gefeiert wird, finden beide Feste am 22. Tischri statt. Simchat Tora heißt auf Deutsch „Freude an der Tora“ und diese wird ausgedrückt, indem die Lesung der Tora beendet wird und direkt danach von vorne beginnt. Außerdem werden die Torarollen am Simchat Tora feierlich durch die Synagoge getragen.

Diejenigen, die am Simchat Tora die besondere Ehre haben den letzten und ersten Abschnitt der Tora vorzulesen, werden Bräutigam oder Braut der Tora beziehungsweise des Anfangs genannt. Für Kinder besteht besonderer Grund zur Freude, da sie an diesem jüdischen Festtag Früchte und Süßigkeiten bekommen. Eine moderne Sitte ist es, am Tag der Torafreude zu tanzen und zu singen, während das jüdische Wort Gottes durch die Synagoge getragen wird.

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Sukkot 2017 (05.10.2017 - 11.10.2017)

Sukkot oder Laubhüttenfest ist eines der drei jüdischen Wallfahrtsfeste, es dauert 2017 vom 05. Oktober bis 11. Oktober. Das Fest wird im Herbst, fünf Tage nach dem Versöhnungstag, im September oder Oktober gefeiert und dauert sieben Tage, vom 15. bis 21. Tischri, dem siebten Monat des jüdischen Kalenders.

In Israel und in gewissen Reformgemeinden ist nur der erste Tag ein voller Feiertag, in orthodoxen und konservativen Gemeinden der Diaspora dagegen die ersten zwei Tage, während die darauffolgenden Tage Halbfeiertage (hebräisch Chol ha-Moed) sind. Der letzte Tag von Sukkot wird Hoschana Rabba genannt und gilt als der letzte Tag, an dem die göttlichen Urteilssprüche für das Jahr noch geändert werden können. Unmittelbar an das Laubhüttenfest schließen Schemini Azeret, der „Achte Tag der Versammlung“, und Simchat Tora, das „Torafreudenfest“, an.

Das siebentägige Sukkotfest ist heute, besonders außerhalb Israels, nur noch für observante Juden von Bedeutung, dagegen erfreut sich das auf das Laubhüttenfest folgende Torafreudenfest vor allem bei Familien mit Kindern großer Beliebtheit.

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Jom Kippur 2017 (30.09.2017)

Mit Jom Kippur wird am 30. September 2017 die Versöhnung der Juden mit Gott gefeiert. Der Tag gilt als höchster jüdischer Feiertag und findet jährlich im September oder Oktober statt. Am zehnten Tag nach dem Neujahrsfest Rosch ha-Schana soll Gott das Urteil über die Menschen besiegeln, welches am Neujahrsfest gefällt wurde. Am 10. Tischri, dem zehnten Tag des siebten Monats des jüdischen Kalenders, wird also Jom Kippur beziehungsweise der Versöhnungstag gefeiert, der traditionell von Fasten und intensivem Beten begleitet wird. Den Großteil des Tages verbringen die jüdischen Gläubigen daher in der Synagoge.

Jom Kippur bildet den Höhepunkt der Bußtage und ist für alle Frauen ab zwölf Jahren und Männer ab 13 Jahren ein wichtiger Feiertag. Anders als die übrigen jüdischen Feste wird der Tag auch gefeiert, wenn er auf einen Sabbat, also auf den Ruhetag der jüdischen Woche, fällt. Zu Jom Kippur dürfen keine körperlichen Vergnügungen stattfinden. Schon kurz vor Sonnenuntergang am Vortag bis zum nächsten Sonnenuntergang darf nichts gegessen oder getrunken werden. Auch die Körperpflege, wie das Waschen oder Schminken, muss unterbleiben. Zu den an anderen Feiertagen nicht erlaubten Tätigkeiten kommt an Jom Kippur zusätzlich das Verbot sexueller Aktivitäten hinzu.

Um sich an Jom Kippur mit Gott zu versöhnen, gilt es Ordnung in die zwischenmenschlichen Beziehungen zu bringen. Juden müssen sich dazu bei allen Personen entschuldigen, die sie schlecht behandelt haben. Der Tag wird geprägt durch fünf Gottesdienste. Diese gliedern sich in das Kol Nidrei-Gebet am Vorabend, das Schacharit-Gebet am Morgen, das Mussaf-Gebet im heiligen Tempel, in dem der Feiertag ausführlich beschrieben wird, das Minche-Gebet, in dem das Buch Jona gelesen wird, und schließlich das Ne’ila Gebet, das den Höhepunkt darstellt. Mit dem Blasen des Schofarhorns wird Jom Kippur offiziell beendet.

Ziel der Entsagungen ist es, den physischen Bedürfnissen und der materiellen Welt keine Bedeutung beizumessen und sich stattdessen mit Gebeten in der Synagoge auf die Reue und die Versöhnung mit Gott zu konzentrieren. Jom Kippur erinnert an die Zeit, in der das Goldene Kalb auf dem Berg Sinai erschaffen und das jüdische Volk Gott damit untreu wurde. Als Gott sich dennoch wieder mit den Juden versöhnte hat er diesen Tag als Tag der Versöhnung bestimmt.

Hinweis: Jüdische Feiertage beginnen jeweils am Vorabend des angegebenen Tages.

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Rosch ha-Schana 2017 (21.09.2017 - 22.09.2017)

Das zweitägige jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana dauert vom Abend vor dem 21. September bis zum 22. September 2017 und wird immer 163 Tage nach dem Pessachfest gefeiert. Nach dem jüdischen Kalender ist das der 1. und 2. Tischri. Rosch ha-Schana ist neben Neujahr auch der Tag der Erinnerung beziehungsweise der Tag der Rechtfertigung und das einzige jüdische Fest, das auch in Israel zwei Tage lang gefeiert wird. Es existieren besondere Bräuche für das Feiern in der Synagoge und zu Hause im Kreis der Familie. Die symbolische Farbe des Rosch ha-Schana ist Weiß.

Es besteht keine Einheit innerhalb der israelischen Glaubensgemeinschaft bezüglich des Feierns von Rosch ha-Schana. Während die orthodoxen und konservativen Juden beide Tage feiern, ehren die Reformjuden nur den ersten Tag. Die Samariter feiern ihr Rosch ha-Schana im Frühjahr, so wie es im Talmud und auch in der Tora vorgesehen ist. Das Neujahrsfest erinnert – unabhängig vom Datum – jedenfalls an die besondere Beziehung des israelischen Volkes zu Gott. Der moderne hebräische Neujahrswunsch lautet „Shanah Tovah!“ („Frohes neues Jahr!“).

Der wichtigste Brauch zu Rosch ha-Schana ist das Blasen der Schofar. Dies ist ein hohles Widderhorn, dessen Klang einer Ermahnung entspricht, sich im kommenden Jahr gottesfürchtig und moralisch vorbildlich zu verhalten. Die Gläubigen rechtfertigen sich am Neujahrstag für ihr Handeln im vergangenen Jahr und erneuern den Bund mit Gott für das neue Jahr. In der Vorstellung des jüdischen Glaubens sitzt dieser auf einem Thron und hat ein großes Buch, in dem die Taten der Menschen festgehalten werden. Durch positive Einträge kann das Siegel des Lebens erhalten werden. Schlechte Vermerke können das Siegel des Todes bringen.

Roscheschone, wie das Rosch ha-Schana volkstümlich auch genannt wird, ist ein Fest der Freude und der Ehrerbietung gegenüber Gott. Nach dem Morgengottesdienst in der Synagoge wird ein Festessen zu Hause veranstaltet. Nach dem Händewaschen werden Äpfel in Honig getaucht und verzehrt. Dies ist ein Symbol für „süße“, also gute Zeiten im neuen Jahr. Außerdem werden traditionell Granatapfelkerne und ein rundes Weißbrot gegessen. Letzteres verbildlicht den Jahreskreislauf und wird ebenfalls in Honig getaucht. Dazu gehört süßer Wein – ein weiteres Symbol für Freude. Das Essen eines Schafs- oder Fischkopfes soll zeigen, dass der Gläubige sich selbst kontrollieren kann.

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Schawuot 2017 (31.05.2017)

Das jüdische Wochenfest Schawuot wird auf der ganzen Welt am 31. Mai 2017 gefeiert. Schawout ist das jiddische Wort für sieben und nimmt Bezug auf die sieben Wochen, genau genommen 50 Tage, zwischen Pessach und dem 6. Siwan, an dem Schawout gefeiert wird. Neben Pessach und Sukkot gehört Schawuot zu den drei höchsten jüdischen Festen und wird auch Fest der Erstlingsfrüchte oder Fest der Gesetzgebung genannt. An Schawuot stehen die 10 Gebote, die Moses den Menschen überbracht hat, im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden Gott am Wochenfest die ersten Feldfrüchte am Tempel dargeboten.

Jüdische Gläubige halten in der Nacht zu Schawout in den Synagogen und Toraschulen eine Nachtwache, in der in der Tora gelesen und bis zum Morgen gesungen und getanzt wird. Tagsüber wird die Geschichte der 10 Gebote von einem Rabbi vorgelesen. Es ist üblich an Schawuot Milch sowie Milchspeisen mit Honig zu sich zu nehmen. Diese sind ein Symbol für die Tora, welche von jüdischen Gläubigen genauso unschuldig und begierig in sich aufgenommen wird, wie die Muttermilch von einem Säugling. In Israel wird zeitgleich zum Wochenfest auch Erntedank gefeiert, da zu diesem Zeitpunkt die Weizenernte eingefahren wird. Der Text Schawuot wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

Jom Jeruschalajim 2017 (24.05.2017)

Jom Jeruschalajim

Veranstaltung zu Jom Jeruschalajim im Leipziger Ariowitsch-Haus

In Israel und besonders in Jerusalem wird am 24. Mai 2017 der Jerusalemtag, Jom Jeruschalajim, gefeiert. Nach jüdischem Kalender findet dieses Fest immer am 28. Ijjar statt. Das Ereignis der Wiedervereinigung Jerusalems beziehungsweise die Eroberung Ostjerusalems durch die Juden steht an diesem Tag im Mittelpunkt. Hierzu werden Gebete und Danksagungen an der Klagemauer gesprochen und festliche Paraden in der Stadt organisiert. Überall wird die israelische Flagge getragen oder aufgehängt und gegen Abend schließt ein Feuerwerk die Feierlichkeiten ab.

Seit 23. März 1998 ist der Jerusalemtag ein nationaler Feiertag in Israel. Sechs Tage dauerte der Krieg, in dem die Juden den arabischen Teil Jerusalems eroberten, in dem sich ihre Klagemauer und der Tempelberg befinden. Seit der Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 nach Christus waren beide Gedenkstätten nicht mehr in jüdischer Hand. Für einen Großteil der arabischen Bevölkerung in Jerusalem, ist jedoch der Jom Jeruschalajim eine offene Provokation: Da die Araber vor allem in Ostjerusalem ansässig sind, wo die Eroberung feierlich zur Schau gestellt wird, fühlen sich diese unterdrückt und diskriminiert.

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Lag baOmer 2017 (14.05.2017)

Am 18. Tag des Monats Ijjar, also am 14. Mai 2017, wird mit dem Lag baOmer beziehungsweise Lag laOmer der 33. Tag zwischen Pessach und Schawout gefeiert. Der 33. Tag der Omer-Zeit ist der einzige Tag zwischen den beiden hohen jüdischen Festen, an dem auch freudige Ereignisse wie etwa Hochzeiten stattfinden dürfen. Vom Lag baOmer abgesehen ist die Omer-Zeit eine traurige Zeit, während der den zahllosen Juden gedacht wird, die in der Vergangenheit bei verschiedenen Aufständen ums Leben kamen.

Der Bar-Kochba-Aufstand gegen die Römer stellt den Ursprung des Lag baOmer dar. Das rituelle Omer-Zählen der 49 Trauertage zwischen Pessach und Schawout beginnt am Sederabend und endet mit dem jüdischen Wochenfest. Am dreiunddreißigsten Tag werden Picknicks und Freudenfeste veranstaltet. Andere Bräuche sind das Entzünden von Lagerfeuern oder einer einzelnen Fackeln sowie das Ausrüsten der Kinder mit Pfeil und Bogen. Diese ziehen dann als lebendige Erinnerung an den Bar-Kochba-Aufstand durch die Natur. Der Bar-Kochba-Aufstand von 132 bis 135 nach Christus kann als Beginn der jüdischen Diaspora angesehen werden.

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Jom haScho’a (23.04.2017)

Der israelische Nationalfeiertag Jom haScho’a ist der Tag des Gedenkens an Shoa und Heldentum und findet jährlich am 27. Nisan, also 2017 am 23. April statt. Shoa oder Schoah kommt vom jiddischen Wort ha’Schoah und bedeutet großes Unheil. Gemeint ist damit der Völkermord während des Nationalsozialismus, welcher die komplette Ausrottung des jüdischen Volkes zum Ziel hatte. Etwa sechs Millionen jüdische Menschen wurden damals in Europa systematisch ermordet. Zu ihrem Gedenken werden am Vorabend des 27. Nisan sechs Fackeln in einer Zeremonie entzündet.

Festgelegt wurde das Datum des Jom haScho’a in der Knesset, der Versammlung des Einkammerparlaments in Israel am 21. April 1951. Jedes Jahr findet zu Jom haScho’a eine Andachtszeremonie in der Yad Vashem, der Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust, statt. In Israel bleiben an diesem Tag viele Institutionen geschlossen und alle Flaggen wehen auf Halbmast. Um 10 Uhr ertönt ein zweiminütiger Sirenenton – währenddessen stoppt der Verkehr und alle Bürger verharren schweigend in Andacht. Es ist üblich an diesem Tag Blumen zu den sechs Gedenkfackeln zu bringen und zwischen dem KZ Auschwitz und dem KZ Birkenau findet der Marsch der Lebenden statt.

In jenen Jahren, da der 27. Nisan auf einen Freitag oder Samstag fällt, findet dieser Gedenktag am Donnerstag vorher statt, da Trauertage im Judentum nicht an einem Schabbat zelebriert werden dürfen. Fällt Jom haScho’a auf einen Sonntag, findet er am Montag danach statt.

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Esther Fasten (11.03.2017)

Ta’anit Esther, auch bekannt als Fastentag für Esther, ist ein jüdischer Fasttag, welcher auf den 13. Adar fällt und auf den das Purimfest folgt. Im Jahr 2017 findet Esther-Fasten am 11. März statt. Der 13. Adar wurde als der Tag des Sieges über die Feinde Israels gewählt. Es handelt sich um den Tag, an dem sich die Juden einst sammelten und an dem gebetet und gefastet werden soll und Megillat Ester gelesen wird.

Die Vorschriften für das Taanit Esther sind praktisch die gleichen wie für die anderen öffentlichen Fastentage. Das Fasten beginnt früh morgens vor Sonnenaufgang. Beim Minchagebet findet auch die Zeremonie zum Andenken an den „halben Schekel“ statt, der gezahlt wurde, als der Tempel noch stand: In einen tiefen Teller in der Synagoge werden drei besondere Münzen gelegt, die diesen Namen tragen. Drei Münzen, um damit an Esters Bitte an das ganze in der Zerstreuung lebende jüdische Volk zu erinnern, drei Tage lang zu fasten und reuige Umkehr zu halten, um sich auf das erflehte Wunder vorzubereiten.

Wie bei anderen jüdischen Festen, an denen unvermittelt die Freude unterbrochen wird, um der Toten zu gedenken, ist auch der Übergang vom Fasten, dem Taanit Esther, zur Freude des Purimfestes sehr unvermittelt. Nach Ansicht der jüdischen Gelehrten soll man auch in diesem Fall daran erinnert werden, dass es auf dieser Welt keine Freude gibt, in die sich nicht eine Spur von Trauer mischt. Der Text „Esther-Fasten“ wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.