Die Ephraim Carlebach Stiftung widmet sich auf vielfältige Weise der Erforschung und Darstellung der Vergangenheit und Gegenwart der Leipziger Juden in untrennbarem Zusammenhang zur  Stadtgeschichte.

Aufruf an alle Leipziger Schulen

Tag der Begegung mit ehemaligen Leipzigern jüdischen Glaubens 2016
am 7. Juni 2016 zwischen 10.00 und 13.00 Uhr

Anfang Juni begrüßen wir in unserer Stadt wieder eine Gruppe ehemaliger Leipziger jüdischen Glaubens und ihre Familien. Wir erwarten Gäste aus Israel, den USA, Australien, Großbritannien und der Schweiz.

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Leipzig begleiten wir die Besucher auf Ihrer persönlichen Spurensuche nach den eigenen Wurzeln.

Ein wichtiger Punkt im alljährlichen Besuchsprogramm ist die Begegnung der Gäste mit Leipziger SchülerInnen. In Zeitzeugengesprächen berichten die Gäste vor jungen Leipzigerinnen und Leipzigern aus ihrer oft sehr bewegten Familiengeschichte.

Für die Zuhörer sind solche Begegnungen seltene und zugleich wertvolle Möglichkeiten, das Wissen aus dem Geschichts-, Ethik-, Religions- oder Gesellschaftskundeunterricht weiter zu vertiefen. Die Auseinandersetzung mit Einzelschicksalen in zumeist emotionaler Atmosphäre trägt nicht nur nachhaltig zu Verständnis von Geschichte und Religionen bei, sondern auch zum Abbau von antisemitischen Vorurteilen, zu Toleranz und Akzeptanz gegenüber Andersdenkenden.

Schüler und Kollegen Ihrer Schule besuchen im Rahmen von Exkursionen zum Thema „Juden in Leipzig“ regelmäßig auch unsere Gemeindesynagoge. Deshalb erlauben wir uns die Anfrage, ob Ihre Schule auch am diesjährigen Begegnungstag mit ehemaligen Leipzigern jüdischen Glaubens teilnehmen möchte.

Dieser findet statt am 7. Juni 2016 zwischen 10.00 und 13.00 Uhr.

In diesem Zeitraum können Sie mit einer Schülergruppe eine entsprechende Veranstaltung im Ariowitschhaus (oder evtl. auch in der Stadtbibliothek am Leuschnerplatz – Ort wird noch festgelegt) besuchen oder einzelne Gäste direkt bei sich in der Schule begrüßen. Wir würden diese Begegnung organisieren und moderieren.

Bitte geben Sie uns bis zum 3. 5. 2016 Bescheid, ob Ihre Schule an einer Teilnahme interessiert ist.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

LOOKING BACK FOR FUTURE Vol. I
Neue Veranstaltungsreihe der Ephraim Carlebach Stiftung

Looking back for futureSchüler präsentieren ihre persönliche Spurensuche zur Geschichte der Juden in Leipzig

Mit „Looking Back for Future“ startet die Ephraim Carlebach Stiftung am 26. 1. 2016, dem Vorabend des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, eine neue Veranstaltungsreihe.

Diese wird in erster Linie von Schülern gestaltet – die eigene Recherche-ergebnisse oder Projektarbeiten zur Thematik „Juden und jüdische Identität in Leipzig bzw. Sachsen“ öffentlich präsentieren, kommentieren bzw. dokumentieren. Damit soll allen interessierten Schulen/Schülern eine öffentliche Plattform geboten werden, um sich auch in einem erweiterten Umfeld präsentieren zu können.

Neukonstituierung des Stiftungkuratoriums

Nach dem Tod des langjährigen Präsidenten und späteren Ehrenpräsidenten Stiftung Rolf Kralovitz und dem Ausscheiden von Howard Kroch hat sich das Kuratorium der Ephraim Carlebach Stiftung neu formiert.

Jüdische Woche in Leipzig vom 28.06.-05.07.2015

Schalom - Jüdische Woche in LeipzigDie Ephraim Carlebach Stiftung ist neben Stadt und der Israelitischen Religionsgemeinde die dritte Trägereinrichtung der Jüdischen Woche in Leipzig. Ihre Hauptaufgabe in diesem Zusammenhang ist die Sammlung und Koordination von Veranstaltungsangeboten verschiedener Partnerinstitutionen zu historischen Themen für das jeweilige Gesamtprogramm. Zudem bringt sie stets auch eigene Projekte zur Geschichte der Juden in Leipzig ein.

Rolf Kralovitz gestorben

Rolf KralovitzTrauer um Ehrenpräsidenten

Sein Medium war das Telefon. Intensive und ausführliche Gespräche mit Rolf Kralovitz  gehörten für die Ephraim Carlebach Stiftung zum Alltag – und waren doch immer wieder besonders.

Am vergangenen Sonntag ist Rolf Kralovitz – Buchenwaldüberlebender, Autor, Schauspieler und Kabarettist, allseits geschätzter Zeitzeuge und Wegbegleiter – in Köln gestorben.

Dringende Renovierungsarbeiten / Spendenaufruf

Spendenaufruf ECSUnsere Stiftung hat seit 1991 ihren Sitz in der Löhrstraße 10 in 04105 Leipzig. In über 20 Jahren konnten wir hier viele Gäste aus dem In- und Ausland begrüßen und regelmäßig kleine Veranstaltungen durchführen. Nun ist jedoch eine grundlegende Renovierung der Räume dringend notwendig geworden. Eine öffentliche Nutzung ist aktuell nicht mehr möglich.

Es ist uns sehr wichtig, möglichst bald wieder für Besucher zur Verfügung zu stehen. Auch, weil es sich hier um einen authentischen historischen Ort im Zusammenhang mit der Geschichte der Leipziger Juden handelt. Die Räume gehören seit 1911 zum Sitz der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig, der in den wohl dunkelsten Jahren unserer Geschichte zwischen 1939 und 1945 als „Judenhaus“ missbraucht wurde.