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Jüdisches Leben in Leipzig

In der 1920er Jahren gab es in Leipzig weit über einhundert jüdische Stiftungen und Vereine. 17 Synagogen, liberale wie orthodoxe, zeugten zudem von der Vielfalt jüdischen Lebens in der Stadt. Über 80 Prozent der Gemeindemitgliedschaft war osteuropäischer Herkunft. Juden lebten hier weitgehend assimiliert: als Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn – als Leipziger, bis sie all das beinahe über Nacht nach 1933 nicht mehr sein durften.