Rosch ha-Schana 2017 (21.09.2017 - 22.09.2017)

Das zweitägige jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana dauert vom Abend vor dem 21. September bis zum 22. September 2017 und wird immer 163 Tage nach dem Pessachfest gefeiert. Nach dem jüdischen Kalender ist das der 1. und 2. Tischri. Rosch ha-Schana ist neben Neujahr auch der Tag der Erinnerung beziehungsweise der Tag der Rechtfertigung und das einzige jüdische Fest, das auch in Israel zwei Tage lang gefeiert wird. Es existieren besondere Bräuche für das Feiern in der Synagoge und zu Hause im Kreis der Familie. Die symbolische Farbe des Rosch ha-Schana ist Weiß.

Es besteht keine Einheit innerhalb der israelischen Glaubensgemeinschaft bezüglich des Feierns von Rosch ha-Schana. Während die orthodoxen und konservativen Juden beide Tage feiern, ehren die Reformjuden nur den ersten Tag. Die Samariter feiern ihr Rosch ha-Schana im Frühjahr, so wie es im Talmud und auch in der Tora vorgesehen ist. Das Neujahrsfest erinnert – unabhängig vom Datum – jedenfalls an die besondere Beziehung des israelischen Volkes zu Gott. Der moderne hebräische Neujahrswunsch lautet „Shanah Tovah!“ („Frohes neues Jahr!“).

Der wichtigste Brauch zu Rosch ha-Schana ist das Blasen der Schofar. Dies ist ein hohles Widderhorn, dessen Klang einer Ermahnung entspricht, sich im kommenden Jahr gottesfürchtig und moralisch vorbildlich zu verhalten. Die Gläubigen rechtfertigen sich am Neujahrstag für ihr Handeln im vergangenen Jahr und erneuern den Bund mit Gott für das neue Jahr. In der Vorstellung des jüdischen Glaubens sitzt dieser auf einem Thron und hat ein großes Buch, in dem die Taten der Menschen festgehalten werden. Durch positive Einträge kann das Siegel des Lebens erhalten werden. Schlechte Vermerke können das Siegel des Todes bringen.

Roscheschone, wie das Rosch ha-Schana volkstümlich auch genannt wird, ist ein Fest der Freude und der Ehrerbietung gegenüber Gott. Nach dem Morgengottesdienst in der Synagoge wird ein Festessen zu Hause veranstaltet. Nach dem Händewaschen werden Äpfel in Honig getaucht und verzehrt. Dies ist ein Symbol für „süße“, also gute Zeiten im neuen Jahr. Außerdem werden traditionell Granatapfelkerne und ein rundes Weißbrot gegessen. Letzteres verbildlicht den Jahreskreislauf und wird ebenfalls in Honig getaucht. Dazu gehört süßer Wein – ein weiteres Symbol für Freude. Das Essen eines Schafs- oder Fischkopfes soll zeigen, dass der Gläubige sich selbst kontrollieren kann.

Der Text „Rosch ha-Schana“ wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.