Pessach (11.04.2017 - 18.04.2017)

Pessach

Sederabend in der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig

Das Pessachfest wird im Judentum vom 11. April bis zum 18. April 2017 gefeiert und ist eines der drei wichtigen Wallfahrtsfeste, das im jüdischen Frühlingsmonat Nissan gefeiert wird. Pessach wird mit dem ersten Frühjahrsvollmond eingeleitet. Mit den Festlichkeiten soll der Leidensgeschichte des jüdischen Volkes gedacht werden. Daran erinnern auch die sogenannten Mazzot, also die ungesäuerten Brote, die traditionell verspeist werden. Pessach wird deshalb auch als das Fest der ungesäuerten Brote bezeichnet.

Einer der wichtigsten Bräuche ist das Essen dieser Brote. Das Verbot von gesäuerten (hebräisch: Chamez) Speisen ist wichtiger Bestandteil des Pessachfestes. Untersagt ist nicht nur der Verzehr, sondern auch der Besitz ungesäuerter Speisen. Aus diesem Grund wird am Vorabend zum Pessachfest das Haus aufgeräumt und nach Chamez durchsucht. Die Funde werden anschließend feierlich verbrannt. Auch Küchenutensilien müssen durch Ausglühen oder Abkochen von Chamez-Rückständen befreit werden. In der Regel wird jedoch Geschirr verwendet, das nur für das Pessachfest vorgesehen ist.

Nach einem Synagogenbesuch wird am ersten Abend die Sederfeier begangen. Dabei handelt es sich um ein Festmahl mit der ganzen Familie, das nach genauen Vorschriften gefeiert wird. Diese sind in der Haggada niedergeschrieben und besagen, dass folgende Speisen vorhanden sein müssen: Drei Mazzot, die für das Brot der Armen stehen; Erdfrüchte und ein Gefäß mit Salzwasser, die auf die vergossenen Tränen hindeuten; Bitterkraut, das für die bitteren Leiden steht; ein speziell zubereitetes Mus, das für den Lehm der Ziegelsteine aus denen die Häuser bestanden steht sowie ein Knochen mit etwas Fleisch daran und ein gekochtes Ei, die das Pessach- bzw. das Wallfahrtsopfer symbolisieren.

Die Bedeutung des Pessachfestes entwickelte sich aus der jüdischen Geschichte. Das Fest bezieht sich auf die Zeit des Exodus, den Auszug aus Ägypten und die Flucht vor der Unterdrückung. Die ungesäuerten Speisen stehen dabei für die Hast der Israeliten beim Verlassen Ägyptens. Sie hatten keine Zeit ihre Speisen säuern zu lassen, sodass lediglich Mehl und Wasser vermengt und der Teig in der Wüste auf Steinen gebacken wurde. Durch das Verspeisen der Mazzot soll auch heute noch an diese Leiden erinnert werden. Der Text „Pessach“ wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

Merken