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Die im November 1992 gegründete Ephraim Carlebach Stiftung ist eine gemeinnützige, privatrechtliche Institution. Als ihre wichtigste Aufgabe sieht sie es an, die Rolle jüdischer Bürger an der stadt- und lokalgeschichtlichen Entwicklung in Vergangenheit und Gegenwart aufzuzeigen und die Erinnerung an das unfaßbare Geschehen während der Zeit des Nationalsozialismus wachzuhalten - besonders in einer Zeit, in der Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus in bedrohlicher Weise wieder aufleben. Die Ephraim Carlebach Stiftung ist tätig in den Bereichen Forschung, Bildung, Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Sie arbeitet eng mit der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, der Stadtverwaltung, dem Regierungspräsidium und der Universität zusammen. Aber auch mit anderen befreundeten Institutionen weit über Leipzigs Grenzen hinaus, so z.B. mit dem Verband ehemaliger Leipziger in Israel. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen die Arbeit der Ephraim Carlebach Stiftung im Rahmen der institutionellen Förderung. Zur Finanzierung ihrer umfangreichen Projekte ist die Stiftung, deren Vermögen gering ist, vornehmlich auf Spenden und Sponsorengelder angewiesen. Weitere Hilfe bringt der 1993 gegründete Förderverein "Gesellschaft der Freunde der Ephraim Carlebach Stiftung e.V." Die meisten bisher realisierten Projekte der Stiftung wurden jedoch erst durch einen besonders hohen Anteil an ehrenamtlicher Tätigkeit möglich. Die Ephraim Carlebach Stiftung realisiert ausschließlich eigene
Projekte. Es besteht keine Antragsmöglichkeit. |
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Präambel. Die Entwicklung der Messestadt Leipzig ist untrennbar mit dem Wirken jüdischer Menschen verbunden. Gleiches gilt für Leipzigs Ruf als Rauchwarenmetropole, Kultur- und Kunststadt und als Stadt der Wissenschaft sowie ihre Bedeutung als wirtschaftliches Zentrum. Seit der Vertreibung und Ermordung von Tausenden Leipziger Juden durch den Hitlerfaschismus und erneuter Verfolgung in den 50er Jahren, drohen die Spuren jüdischen Lebens immer mehr zu verblassen. Jüdisches, religiöses und kulturelles Leben wieder zu beleben, bedarf der gemeinsamen Anstrengung. Hierfür müssen Vorurteile und Berührungsängste überwunden werden. Die eingetretenen schmerzlichen Verluste deutlich zu machen, gegen antisemitische Tendenzen aufzutreten, gehört zur moralischen und historischen Verpflichtung gegenüber den 14.000 Opfern und den ungezählten aus ihrer Heimatstadt Vertriebenen. Die Israelitische Religionsgemeinde wurde stets von namhaften und außerordentlichen Persönlichkeiten geleitet, die ihr ganzes Engagement in guten, aber besonders in schwierigsten Zeiten für die Gemeindemitglieder einsetzten. So reicht die Reihe von verdienstvollen Rabbinern von Zacharias Frankel über Abraham Goldschmidt bis zu Nathan Porges. Aber gerade in der schwärzesten Zeit fanden sich selbstlose und mutige Rabbiner, die ihre ganze Kraft in den Dienst der Gemeinde stellten. Das soziale Engagement von Rabbiner Felix Goldmann für Hilfsbedürftige und Waisen verdient besondere Würdigung, ebenso wie das zähe Ringen von David Ochs, dem vorerst letzten Gemeinderabbiner, um Selbstbehauptung und das Überleben seiner Mitglieder. Ihre Namen und ihre Verdienste, wie die vieler anderer jüdischer Persönlichkeiten, müssen stärker in das Blickfeld stadtgeschichtlicher Arbeit gerückt werden. Dieser Aufgabe stellt sich die Ephraim Carlebach Stiftung. Die Stiftung trägt stellvertretend für die bereits Genannten, aber auch für die vielen namenlosen Leipziger Juden, den Namen des Rabbiners Dr. Ephraim Carlebach, der seit 1901 bis kurz vor seinen Tod 1936 in Leipzig wirkte. Er war Gründer und jahrzehntelanger Leiter der Israelitischen Schule in Leipzig, die später seinen Namen trug, und ein hochgeachteter Rabbiner. Seinem Vermächtnis fühlt sich die Stiftung in ganz besonderer Weise verpflichtet. §1 Name, Sitz und Rechtsstatus §2 Stiftungszweck § 3 Stiftungsvermögen
§ 6 Der Vorstand § 7 Die Geschäftsführung § 8 Satzungsänderung und Aufhebung der Stiftung |
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Die GESELLSCHAFT DER FREUNDE der Ephraim Carlebach Stiftung e.V. wurde 1993 gegründet. Der Verein fördert die Arbeit der Stiftung. Mitglied des Vereins kann jede natürliche und jede juristische Person des privaten und öffentlichen Rechts werden. Der Mitgliedsbeitrag pro Jahr beträgt 50,- Euro für natürliche Personen bzw. 100,- Euro für juristische Personen. Spenden nimmt die GESELLSCHAFT DER FREUNDE ebenfalls gern entgegen. Bankverbindung |
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